Dienstag, 25. April 2017
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2. Platz des Kurzgeschichtenwettbewerbs an der Fritz-Karsen-Schule
Glück im Unglück von Lea Krause und Lotta Voigt, 8.2

Ich schlage die Augen auf, die Sonne strahlt mir ins Gesicht. Die Julisonne ist schon am frühen Morgen sehr warm. Ich liege oben in unserem Hochbett und höre Leonie unter mir schnarchen. So ein schöner Tag, den müssen wir nutzen. "Komm Leo, steh auf!" "Mhmh, was? Jetzt schon?...Na gut", antwortet Leonie müde.

Es ist schon neun, als wir hinunter zum Frühstücken gehen. Danach ziehen wir uns schnell an. Ich trage mein blaues Lieblingskleid. "Chiara, lass uns rausgehen!" Als erstes setzen wir uns ins Stroh, albern herum. Dann fällt uns ein, dass wir die Pferde noch füttern müssen. Jetzt, nachdem wir die Pferde gefüttert haben, bekommen wir richtig Lust auf einen Ausritt. Wir machen die Pferde fertig und reiten los. Am Strand entlang. Plötzlich entdecken wir in etwa 300 m Entfernung eine kleine, grüne Insel. "Da müssen wir hin!", ruft Leonie. "Ja", sage ich, "sieht toll aus!" Das Wasser hier ist unglaublich flach, so können wir tatsächlich mit den Pferden bis zur Inseln gelangen. Als wir etwa die Hälfte des Weges zurückgelegt haben, kommen wir an Paddlern vorbei. Sie paddeln in die entgegengesetzte Richtung, als wären sie auf der Flucht. Nach etwa 10 Minuten erreichen wir die grüne Insel. "WOW, sieht das cool aus!", staune ich. "Ja, irgendwie geheimnisvoll.“ Wir reiten durch einen leichten Nebel über die Insel. Plötzlich erschreckt sich mein Pferd. Ich kann mich nicht mehr halten, falle herunter und dann...

Was ist das? Ich höre ein lautes Rauschen und reiße die Augen auf. Ich schaue nach oben und sehe zwischen den Baumkronen neun Düsenjets. Auf einmal lässt eines der Flugzeuge etwas fallen, es kracht und plötzlich brennen die Bäume um mich herum. Leonie schreit. ,Oh sie ist ja auch noch da', denke ich. Sie zieht mich hoch und wir reiten hastig los. Das Feuer treibt uns immer weiter, bis wir vor einer Klippe stehen. Springen geht nicht. Wir würden sterben. Die Jets kommen immer näher. Was jetzt? ich höre Leonies Stimme. Sie sagt irgendetwas. "Chiara! Wach auf. Los wach auf!" Als ich die Augen öffne, liege ich in meinem Bett. Leonie erklärt mir, dass ich nach meinem Sturz das Bewusstsein verloren und sie schnell Hilfe gerufen habe. Ich wurde nach Hause gebracht und habe noch lange geschlafen. Der Arzt, der geholt worden war, meinte, dass ich mir nur eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen habe und in ein paar Tagen wieder fit sei. "Puh, da hatte ich ja noch mal Glück im Unglück!"