Montag, 21. August 2017

Pädagogisches und fachliches Profil

Eine der Grundlagen der pädagogischen Arbeit an der FKS ist Kontinuität der Beziehungen und bruchlose Erziehung, das heißt z.B. Lehrerwechsel möglichst behutsam durchzuführen. So wird beim Schuljahresbeginn in der Regel maximal die Hälfte des Unterrichts mit neuen Lehrern besetzt. In der Regel ist ein neuer Klassenlehrer bereits vorher als Fachlehrer der Klasse bekannt.

Auf diese Art ist auch der Übergang von der Grund- zur Mittelstufe nur mit geringen Lehrerwechseln verbunden. Bei zunehmendem Fachunterricht ab Klasse 5/6. Spätestens ab der Klassenstufe 7 übernehmen die Klassenleitung eine Lehrerin und ein Lehrer.

Wir legen Wert auf den Klassenverband als kontinuierliche, stabile Bezugsgruppe. Wo immer möglich und sinnvoll, wird im Klassenverband unterrichtet. Eine äußere Leistungsdifferenzierung findet nicht statt. Bei besonderem Förderbedarf werden zusätzliche Basiskurse in den Fächern Deutsch,  Englisch und Mathematik angeboten. Die für Teilungsunterricht zur Verfügung stehenden Lehrerstunden werden in der Mittelstufe für geringere Klassenfrequenzen eingesetzt (etwa 24 Schüler pro Klasse).

Dies erleichtert die Aufgabe, unterschiedlichen Lernmöglichkeiten der Schüler durch binnendifferenzierende und individualisierende Maßnahmen gerecht zu werden.

Abweichende Organisationsform

Eine wesentliche Frage in den schulischen Konferenzen der 70er Jahre war, ob man die feste Einbindung der Schüler in Klassenverbände mit viel gemeinsamem Unterricht, ein Kernprinzip der bisherigen Schulorganisation, so einfach aufgeben solle. Schließlich wurde eine äußere Differenzierung nach Leistung in lediglich zwei Niveaukursen in nur zwei Fächern (Englisch und Mathematik) beschlossen. In den übrigen Fächern, die nach Schulgesetz in den Gesamtschulen leistungsdifferenziert zu unterrichten waren, sollte eine Binnendifferenzierung stattfinden.

Deshalb mußten von den Fachbereichen für die Fächer Deutsch und Naturwissenschaften detaillierte Curricula entwickelt und der Schulverwaltung vorgelegt werden. Nach Überprüfung der Realisierbarkeit vor Ort durch die Schulaufsicht wurde schließlich das neue Modell der Fritz-Karsen-Schule als abweichende Organisationsform genehmigt. 1982 traf die Kultusministerkonferenz eine Vereinbarung über die gegenseitige Anerkennung von Gesamtschulabschlüssen. Wegen ihrer abweichenden Organisationsform wurde die Fritz-Karsen-Schule in die Liste von sechs Gesamtschulen aufgenommen, deren Abschlüsse auch ohne wörtliche Erfüllung der Abschlußbedingungen bundesweit anerkannt werden.

Seit 2008 ist die Fritz-Karsen-Schule eine Gemeinschaftsschule und hat damit ihre weitere pädagogsiche Entwicklung langfrisitig gesichert.