Montag, 24. Juli 2017

Fachbereich Kunst Fritz-Karsen-Schule BerlinDie Klasse 7.3 gewinnt 1. Preis der Berlinischen Galerie

Der Kunstwettbewerb "Vattenfall Young Contemporary", zu dem die Berlinische Galerie in diesem Jahr aufrief, hatte seinen Auftakt in einem gemeinsamen Besuch der Klasse in der Berlinischen Galerie, alte Jakobstrasse in Kreuzberg. Dort werden Arbeiten von Künstlern gezeigt, die in Berlin gelebt und sich künstlerisch mit der Stadt auseinandergesetzt haben.

In einer Führung durch die Galerie wurden der Klasse verschiedene Bilder nahe gebracht. Spannend waren vor allem jene, die sehr realistisch gemalt waren und jene, auf denen mit Farbe sehr frei gearbeitet wurden, also "nichts zu erkennen" war. Im Kunstunterricht lösten wir schnell das Rätsel, dass Bilder auch unsichtbare Dinge ausdrücken können und dass die Farbwirkung und der Farbgebrauch allein dazu geeignet sein kann, Gefühle und Stimmungen darzustellen. Die Aufgabe des Wettbewerbs bestand darin, sich mit der Stadt Berlin künstlerisch auseinander zu setzen. So einigten wir uns darauf, die Gefühle der Menschen darzustellen und zu erforschen. Wir stellen zunächst Gefühlsbilder mit Farben her, die unserem Künstlervorbild aus der Berlinischen Galerie, Fred Thieler, nachempfunden waren. Diese Bilder wurden zu beweglichen Figuren umgearbeitet. Als Hintergründe für die Figuren malten wir einfache Straßenbilder. Die Hauptarbeit, die Figuren in Bewegung zu bringen, bewältigten wir an einem Wandertag. In Gruppen wurden jeweils hunderte (!) von Fotos für kleine Stop-Motion-Trickfilmsequezen aufgenommen, die dann zusammengeschnitten wurden. Den Inhalt der Szenen konnte jede Gruppe selbst bestimmen. Diese erweisen sich dann auch als sehr lebensnah. Berlin wurde als Stadt von Konflikten aber auch als Stadt der Lebensfreude und der Liebenden in Szene gesetzt. Spannend wurde es, als die Gruppen mit Diktiergeräten auf die Straßen gingen, um dort Fragen zu stellen: "Welche Gefühle beobachten Sie an anderen Menschen, welche Gefühle begleiten sie selbst, wenn sie durch die Stadt gehen?" Die Antworten waren inhaltlich unseren Szenen verblüffend ähnlich und konnten so auch problemlos als Vertonung des Filmes verwendet werden. So fügen sich Film und Ton zu einer Collage, die ein authentisches Bild der Stadt zeichnet: CHILLAMEGA - CRAZY BERLIN.

Für den Wettbewerb war jedoch nicht nur das Produkt gefordert, sondern das Engagement, für die meisten Stimmen der online-Abstimmung zu sorgen. Dazu musste jeder Schüler versuchen, so viele Clicks wie möglich zu sammeln und auch die Klassen und ihre Lehrer waren aufgefordert mitzumachen. Und mit Erfolg! Der erste Preis wurde somit nicht allein dem Film verliehen, sondern auch der Solidarität der Schule gegenüber der Klasse 7.3, die sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedankt!

Unser Video gibt es in unserer Videothek zu sehen: Zur Videothek...

Die Preisverleihung fand am 6. März in der Berlinischen Galerie statt. Zwei Wochen waren dann dort alle 40 Beiträge des Wettbewerbs öffentlich zu sehen. Der Preis wird ein Klassenfoto in Lebensgröße sein. Außerdem ist ein Ausschnitt von CHILLAMEGA - CRAZY BERLIN noch auf einem Plakat erschienen, von dem 800 Stück in ganz Berlin auf Stromkästen angebracht sind.

Links:
Berlinischen Galerie
Berlinischen Galerie - Gewinner des Vattenfall Young Contemporary