Sonntag, 23. April 2017

Fachbereich Kunst Fritz-Karsen-Schule BerlinART-AKTA - Kunst in der Aktenförderanlage

Ein kooperatives Kunstprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land mit der Fritz-Karsen-Schule und der Künstlerin Bärbel Rothhaar.

Wo ehedem Akten ihren Weg nahmen, "schwimmen" Fische, "summen" Bienen, "blühen" Blumen ... Und das alles hat mit Wohnen zu tun! Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, der Leiter der Fritz-Karsen-Schule Lothar Sack und STADT UND LAND-Geschäftsführer Rudolf Kujath eröffneten am 27. Januar 2006 eine einzigartige Ausstellung, die Schülerinnen und Schüler im Stammsitz des Wohnungsunternehmens inszenierten: ART AKTA.

Das Projekt ist das erste seiner Art in Neukölln, wahrscheinlich in ganz Berlin: Eine stillgelegte Anlage zur Beförderung von Akten im Gebäude der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH in der Werbellinstraße 12, Neukölln, wurde zum Kunstobjekt. Mädchen und Jungen der 7. bis 12. Klassen der Neuköllner Fritz-Karsen-Schule haben Gestaltungskonzepte für die Aktenanlage entwickelt und innerhalb eines Jahres realisiert. Das Thema: Wohnen. Die Gestaltung der gläsernen Röhre eines alten Aktenfahrstuhls über sechs Stockwerke des Bürogebäudes bot eine reizvolle Aufgabe. Gefragt war eine künstlerische Lösung, die die Flure des Unternehmens spürbar aufwertet.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten im Kunstkurs viele originelle Ideen und präsentierten diese in Modellform der STADT UND LAND. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben ihr Votum ab, welchen Entwurf sie für "ihre" Etage favorisierten. Sechs der insgesamt dreizehn Modelle wurden realisiert.

Insgesamt waren rund 200 Schülerinnen und Schüler der Kurse Kunst und Arbeitslehre beteiligt. Ideen und Umsetzung wurden von der Kunstpädagogin Susanne Thäsler-Wollenberg und der Künstlerin Bärbel Rothhaar begleitet. Die STADT UND LAND übernahm die Finanzierung.

Überraschende und facettenreiche Installationen sind entstanden. Am 27.1. präsentierten die Schüler ihre Kunstobjekte "Wohnen hat viele Gesichter", "Wohnen heißt Kooperation", "Wohnen heißt Ideenreichtum", "Wohnen ist Gestaltung", "Wohnen heißt Kommunikation" und "Wohnen heißt Neues entdecken" offiziell der Öffentlichkeit. Danach wird ART AKTA als ständige Ausstellung zu sehen sein.

Mehr Bilder gibt es in unserer Fotogalerie zu sehen: Zur Galerie...

Voraussetzungen

In der Werbellinstraße 12 in Berlin-Neukölln befindet sich eines der Bürogebäude von Stadt und Land. Es ist mit einer Aktenförderanlage aufgestattet, die sich im Treppenhaus durch sechs Stockwerke zieht, jedoch seit vielen Jahren nicht mehr benötigt wird.

In unserem Vorhaben ging es darum, für diese Anlage eine künstlerische Lösung zu entwickeln, die für Mitarbeiter und Besucher die Durchgangsräume attraktiver gestalten würde und sich thematisch mit dem Begriff des Wohnens auseinandersetzt.

Schritte zur Umsetzung

Die Schüler aus einem Grundkurs Kunst des 12. Jahrgangs entwickelten viele originelle Ideen und präsentierten diese in Modellen der Geschäftsleitung. Außerdem gab es eine Abstimmung unter den Mitarbeitern von Stadt und Land, welchen Entwurf sie für "ihr" Stockwerk haben wollten. Nach der Entscheidung konnte die konkrete Umsetzung beginnen, die von August bis Dezember 2005 dauerte.

Die Oberstufenschüler stellten die benötigten Objekte selbstständig in Gruppen her. Einige aufwändigere Ideen wurden in Lerngruppen der Mittelstufe bearbeitet, sodass in vielen Kunstkursen der Schule parallel gearbeitet wurde. Aufgaben, die den Einsatz von Maschinen erforderte, übernahm der Fachbereich Arbeitslehre. Insgesamt waren in der Durchführungsphase fast 200 Schüler mit kleinsten und großen Aufgaben beteiligt.

Der Einbau der Objekte vor Ort erfolgte durch die Oberstufenschüler unter Beteiligung mehrerer Kollegen, der Künstlerin und einer Praktikantin.

Die Rolle der Künstlerin

Frau Rothhaar begleitete das Projekt kontinuierlich von der Konzeption bis zur Abnahme der Räume. Sie besuchte uns im Unterricht, half mit ihren Erfahrungen bei der Beurteilung praktischer und ästhetischer Fragen und dokumentierte unsere Arbeit.

Beteiligte Kollegen

Uwe Brenne, Arbeitslehre
Susanne Thäsler-Wollenberg, Kunsterzieherin
Antje Brambach, Kunsterzieherin
Heinz Wolpert, Kunsterzieher
Jaqueline Zimpel, Praktikantin

Dank

Die Fritz-Karsen-Schule dankt der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, die durch ihre Finanzierung dieses Projekt ermöglicht hat. Wir danken insbesondere den Mitarbeitern der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, die ihr Vertrauen der Schule, den Kollegen und den Schülern entgegengebracht haben.

Links

http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short.aspx?ID=1016
http://www.stadtundland.de/